Sonntag, 15. Juli 2007
Märchenstunde
Der Wolf und die sieben Geißlein von den Gebrüdern Grimm,
übersetzt von LiSi ins Jahr 2007
übersetzt von LiSi ins Jahr 2007
Der Penner und die sieben Mädchen
Es war einmal eine Mutter, die wohnte mit ihren sieben, wunderhübschen Töchtern in einem Wohnblock am Rande Berlins. Sie wohnten da ganz alleine. Der Vater hatte sie nämlich vor Jahren wegen einer blonden Strandschönheit verlassen und so musste die Mutter alleine für das Wohlergehen und die Gesundheit ihrer Töchter aufkommen. Tagsüber arbeitete sie in einem Aldi-Markt an der Kasse und des abends kellnerte sie in einer Table-Dance-Bar.
So lebten sie alle friedlich zusammen und bestritten den Lebensalltag.
Eines Tages hatte die Mutter früher Dienst in der Bar, sie musste eher los gehen als sonst. So rief sie alle ihre sieben Töchter zusammen und sprach:
"So Mädels, ich muss los, paar Ocken verdienen. Ihr passt indess auf die Wohnung auf, macht nicht so ein Lärm, ladet ja keine fremden Kerle ein und Finger weg von meinem Zigarettenschubfach!"
"Ja Mutter!", antworteten ihre Töchter brav.
"Ach und noch was! Von der Brigitte, meiner Frisöse, habe ich erfahren, dass ein lüsterner Penner in der Gegend um unseren Block sein Unwesen treibt! Nehmt euch vor diesem Schwein in Acht und lasst ja niemanden in die Wohnung!", warnte die Mutter.
"Ja Mutter, wir werden schon keinen Penner reinlassen!", versicherten die Töchter.
So konnte die Mutter den Weg zur Arbeit beruhigt antreten. ´Die Mädels sind schon groß´, dachte sie sich. ´Es wird schon nichts passieren.´
Doch kaum war sie mit ihrem alten, klapprigen VW Golf davon gerattert, kam ein stinkender, angetrunkener Penner über den, mit Hundehaufen und Zigarettenstummeln zugedreckten, Kinderspielplatz geschlurft. Er sah dem davonbrausenden Auto hinterher und sagte zu sich:
"Die Schlampe geht wieder Anschaffen! Das heißt, ihre sieben Schnecken sind alleine zu Hause! Das ist die Gelegenheit! Ich habe Zeit, diese geilen Pussys, eine nach der anderen, zu vernaschen!" Und er schlurfte weiter zur Eingangstür des Blocks.
Er schaute die Klingelschilder durch. Maier, das war der Name, den er suchte.
Er klingelte. Kurz darauf ging knackend die Sprechanlage an.
"Ja?", kam es fröhlich.
"Huhu Schneckis, hier ist euer Traumprinz, macht auf ihr Süßen!", raunte der Penner, vor dem die Mutter gewarnt hatte.
"Wir machen dir nicht auf! Du bist der Penner! Viel zu unhöflich!"
Die Anlage knackte, die Verbindung war futsch und die Tür noch zu. Sauer musste der Penner einsehen, dass er so schnell nicht an sein Ziel kommen würde. So schlurfte er davon, zum Supermarkt, vor dessen Eingangshalle sich seine Saufkumpels auf dem dreckigen Fußboden mit Dosenbier zukippten.
"Jo Jonny!", begrüßten die Saufkumpels den anschlurfenden Penner.
"Hallo ihr Suffköppe!", grüßte der Penner zurück und setzte sich.
"Na, was treibt dich zu uns?", fragte ein anderer Penner, mit ziemlich roter Schnapsnase.
"Ich war gerade am Block von den sieben Pussy-Babys! Aber die lassen mich nicht rein! Unhöflich bin ich, haben sie gesagt!" Er trat beleidigt eine leere Bierdose weg, welche dann scheppernd über den Boden kullerte.
"Jonny, Jonny, hör mir mal zu!", lallte ein weiterer Kumpel, legte ihm den Arm um den Hals und hauchte ihm seine Bierfahne ins Gesicht.
"Wenn du die Mädels rumkriegen willst, musst du sie locken! Verstehst du?"
Der Penner legte den Kopf schief und dachte nach. Locken. Ja! Gute Idee!
"Danke Freunde, ich probiers erneut!", stand er dann motiviert auf und schlurfte zurück zum Wohnblock. Er klingelte bei Maier und wartete, bis wieder knackend die Sprechanlage anging.
"Hey ihr Zuckerpüppchen! Ich habe was tolles für euch, meine süßen Bienchen!", säuselte er in die Sprechanlage.
"Und was?", kam es schnippisch zurück.
"Einen großen Lollipop!", grinste der Penner durch seine verfaulte Zahnlücke und fasste sich mit seiner ekligen Hand in den Schritt.
Es war still am Ende der Anlage, dann war eine andere Stimme zu hören.
"Verpiss dich du Idiot! Wir wollen keinen Lollipop! Du kommst hier nicht rein! Viel zu unhöflich!" Und wieder wurde die Verbindung getrennt und die Tür blieb verschlossen.
"Son Scheiß!", fauchte der Penner genervt und schlurfte wieder zu seinen Saufkumpels.
"Keine Chance bei diesen Zicken!", schimpfte er und setzte sich.
Seine Kumpels gaben ihm wieder eine Menge Ideen und Vorschläge, wie er die sieben Töchter dazu bringen könnte, die Tür zu öffnen.
"Wenn du zu unhöflich bist", sagte irgendwann der Penner mit dem Schnupftabak, "musst du mal Manieren an den Tag legen! Zieh deinen besten Anzug an und lass seinen Jargon stecken!"
"Ich habe nur diese Kleidung, die ich an mir trage! Aber meinen Jargon kann ich ausbessern!", grinste der Penner und ein lüsternes leuchten war in seinen Augen zu sehen. Wieder ging er zum Block. Er klingelte erneut und wieder ging die Anlage an.
"Ja?", kam es genervt.
"Guten Tag die Damen! Entschuldigen Sie die Störung, aber ich würde zugerne herein kommen, um mich an eurem Antlitz zu ergötzen, von welchem weit und breit die Rede ist!", flötete er so freundlich wie er nur konnte. Am anderen Ende der Leitung war es kurz still. Die sieben Töchter, die oben versammelt um die Sprechanlage standen, sahen sich überrascht an. Damen? Antlitz? Ergötzen? Solche Worte schmeichelten ihren Ohren. Und so drückten sie den Türöffner, der gleich lossurrte. Erfreut darüber, dass es geklappt hatte, stieß der Penner die Tür auf, hastete die Stufen des stinkenden Treppenaufgangs hoch und stürmte schließlich in die Wohnung der sieben Mädchen.
"So ihr süßen Sahneschnittchen! Macht euch schon mal nackig!", lachte er fies und befummelte seine Hose. Kreischend vor Entsetzen, rannten die Mädchen in alle Richtungen davon und versuchten sich zu verstecken. Eine im Badezimmer, eine in der Küche, eine hinter dem Sofa, eine in der Abstellkammer, eine im Schlafzimmer, eine im Mädchenzimmer und die jüngste Tochter huschte hinter die aufgestoßene Wohnungstür. Doch der Penner stürmte ihnen in seiner Lust hinterher und er erwischte und begrabschte sie alle. Nur das Mädchen hinter der Tür, das fand er nicht. Nachdem er seine ungezügelte Lust abreagiert hatte, war er Müde und beschloss, sich auszuruhen. Soviel jungfräuliches Fleisch in seinen Händen konnte ganz schon fertig machen. Er taumelte benommen die Stufen durch den stinkenden Treppenflur hinunter, lief draußen über den Spielplatz und legte sich in den Sandkasten, der als Katzentoilette diente.
Nicht viel später kam der alte VW Golf der Mutter wieder angeknattert. Sie hatte in der Bar zu heftig mit einem Kunden geflirtet, der darauf am Tisch einen tierischen Abgang hatte. Es war ihm ziemlich peinlich, zumal der große, dunkle Fleck in seinem Schritt nicht zu verbergen war. So bekam die Mutter riesen Ärger und wurde mit sofortiger Wirkung entlassen. Wutentbrannt stieg sie nun aus, knallte die Tür des VW Golf und stapfte die Stufen durch den stinkenden Treppenflur hinauf. Doch wie erschrak sie, als sie die Wohnungstür sperrangelweit aufgerissen fand. Es roch merkwürdig nach Alkohol und Männerschweiß und auch so herrschte ziemliches Chaos.
"Mein Gott, was ist passiert?", rief die Mutter schockiert.
"Mutter! Du bist wieder da!", rief da ein dünnes Stimmchen und verängstigt kam die jüngste Tochter hinter der Tür hervor und rannte weinend in die Arme ihrer Mutter.
"Was ist passiert?", wollte diese gleich wissen. Sie ahnte nichts Gutes.
"Der Penner war hier, heimtückisch hat er sich Zutritt verschafft! Alle meine Schwestern hat er begrabscht und sich dabei einen gerubbelt! Eklig war das!", weinte die Tochter.
"Oh nein, meine armen Mädels! Sie werden einen schweren Schock davon tragen, sich total verschließen, nie mehr einen Mann ran lassen! Oh welch ein Elend!", weinte auch die Mutter.
"Wo sind deine Schwestern jetzt?", fragte sie dann, nachdem sie sich wieder beruhigt hatte.
"Im Badezimmer, sie duschen sich kochend heiß, mit ganz viel Duschgel!"
Nachdem die Schwestern sich mit ganz viel Duschgel von den ekligen Fingerabdrücken des Penners gereinigt hatten, kam eine nach der anderen aus dem Badezimmer und rannte in die Arme ihrer Mutter. Sie weinten, küssten und herzten sich und waren froh, dass es ihnen noch gut ging.
"Wo ist dieses Arschloch jetzt?", fragte die Mutter nun erzürnt.
"Draußen, auf dem Spielplatz, im Sandkasten!", riefen die Töchter.
"Dem werden wirs zeigen! Hand an alle meine Töchter legen! So ein Lustmolch! Das wird ihm noch vergehen!", tobte die Mutter, stürmte in die Abstellkammer, holte fünf Flaschen Schnaps, ein Kasten Bier und drei Taschenrutscher.
"Damit werden wir das Arschloch abfüllen!", sagte sie, drückte jedem ihrer Töchter eine Flasche in die Hand und gemeinsam gingen sie leise und vorsichtig nach draußen, auf den Spielplatz, zum Sandkasten. Da lag er, der Penner, schlief und schnarchte dabei, dass man glaubte, der Regenwald würde kahlgesägt. Die Mutter hielt dem Penner den Mund offen und die Töchter schütteten eine nach der anderen ihre Flasche hinein, bis der Penner so vollgelaufen war, dass er an Alkoholvergiftung starb. Da fassten sich die Mutter und ihre Töchter an den Händen, tanzten um den Sandkasten herum und riefen: "Der Penner ist tot, der Penner ist tot, jetzt haben die Mädels keine Not!"
Und wenn sie nicht gestorben sind ... leben sie noch heute, friedlich und glücklich in ihrer Wohnung im Wohnblock am Rande Berlins.
So lebten sie alle friedlich zusammen und bestritten den Lebensalltag.
Eines Tages hatte die Mutter früher Dienst in der Bar, sie musste eher los gehen als sonst. So rief sie alle ihre sieben Töchter zusammen und sprach:
"So Mädels, ich muss los, paar Ocken verdienen. Ihr passt indess auf die Wohnung auf, macht nicht so ein Lärm, ladet ja keine fremden Kerle ein und Finger weg von meinem Zigarettenschubfach!"
"Ja Mutter!", antworteten ihre Töchter brav.
"Ach und noch was! Von der Brigitte, meiner Frisöse, habe ich erfahren, dass ein lüsterner Penner in der Gegend um unseren Block sein Unwesen treibt! Nehmt euch vor diesem Schwein in Acht und lasst ja niemanden in die Wohnung!", warnte die Mutter.
"Ja Mutter, wir werden schon keinen Penner reinlassen!", versicherten die Töchter.
So konnte die Mutter den Weg zur Arbeit beruhigt antreten. ´Die Mädels sind schon groß´, dachte sie sich. ´Es wird schon nichts passieren.´
Doch kaum war sie mit ihrem alten, klapprigen VW Golf davon gerattert, kam ein stinkender, angetrunkener Penner über den, mit Hundehaufen und Zigarettenstummeln zugedreckten, Kinderspielplatz geschlurft. Er sah dem davonbrausenden Auto hinterher und sagte zu sich:
"Die Schlampe geht wieder Anschaffen! Das heißt, ihre sieben Schnecken sind alleine zu Hause! Das ist die Gelegenheit! Ich habe Zeit, diese geilen Pussys, eine nach der anderen, zu vernaschen!" Und er schlurfte weiter zur Eingangstür des Blocks.
Er schaute die Klingelschilder durch. Maier, das war der Name, den er suchte.
Er klingelte. Kurz darauf ging knackend die Sprechanlage an.
"Ja?", kam es fröhlich.
"Huhu Schneckis, hier ist euer Traumprinz, macht auf ihr Süßen!", raunte der Penner, vor dem die Mutter gewarnt hatte.
"Wir machen dir nicht auf! Du bist der Penner! Viel zu unhöflich!"
Die Anlage knackte, die Verbindung war futsch und die Tür noch zu. Sauer musste der Penner einsehen, dass er so schnell nicht an sein Ziel kommen würde. So schlurfte er davon, zum Supermarkt, vor dessen Eingangshalle sich seine Saufkumpels auf dem dreckigen Fußboden mit Dosenbier zukippten.
"Jo Jonny!", begrüßten die Saufkumpels den anschlurfenden Penner.
"Hallo ihr Suffköppe!", grüßte der Penner zurück und setzte sich.
"Na, was treibt dich zu uns?", fragte ein anderer Penner, mit ziemlich roter Schnapsnase.
"Ich war gerade am Block von den sieben Pussy-Babys! Aber die lassen mich nicht rein! Unhöflich bin ich, haben sie gesagt!" Er trat beleidigt eine leere Bierdose weg, welche dann scheppernd über den Boden kullerte.
"Jonny, Jonny, hör mir mal zu!", lallte ein weiterer Kumpel, legte ihm den Arm um den Hals und hauchte ihm seine Bierfahne ins Gesicht.
"Wenn du die Mädels rumkriegen willst, musst du sie locken! Verstehst du?"
Der Penner legte den Kopf schief und dachte nach. Locken. Ja! Gute Idee!
"Danke Freunde, ich probiers erneut!", stand er dann motiviert auf und schlurfte zurück zum Wohnblock. Er klingelte bei Maier und wartete, bis wieder knackend die Sprechanlage anging.
"Hey ihr Zuckerpüppchen! Ich habe was tolles für euch, meine süßen Bienchen!", säuselte er in die Sprechanlage.
"Und was?", kam es schnippisch zurück.
"Einen großen Lollipop!", grinste der Penner durch seine verfaulte Zahnlücke und fasste sich mit seiner ekligen Hand in den Schritt.
Es war still am Ende der Anlage, dann war eine andere Stimme zu hören.
"Verpiss dich du Idiot! Wir wollen keinen Lollipop! Du kommst hier nicht rein! Viel zu unhöflich!" Und wieder wurde die Verbindung getrennt und die Tür blieb verschlossen.
"Son Scheiß!", fauchte der Penner genervt und schlurfte wieder zu seinen Saufkumpels.
"Keine Chance bei diesen Zicken!", schimpfte er und setzte sich.
Seine Kumpels gaben ihm wieder eine Menge Ideen und Vorschläge, wie er die sieben Töchter dazu bringen könnte, die Tür zu öffnen.
"Wenn du zu unhöflich bist", sagte irgendwann der Penner mit dem Schnupftabak, "musst du mal Manieren an den Tag legen! Zieh deinen besten Anzug an und lass seinen Jargon stecken!"
"Ich habe nur diese Kleidung, die ich an mir trage! Aber meinen Jargon kann ich ausbessern!", grinste der Penner und ein lüsternes leuchten war in seinen Augen zu sehen. Wieder ging er zum Block. Er klingelte erneut und wieder ging die Anlage an.
"Ja?", kam es genervt.
"Guten Tag die Damen! Entschuldigen Sie die Störung, aber ich würde zugerne herein kommen, um mich an eurem Antlitz zu ergötzen, von welchem weit und breit die Rede ist!", flötete er so freundlich wie er nur konnte. Am anderen Ende der Leitung war es kurz still. Die sieben Töchter, die oben versammelt um die Sprechanlage standen, sahen sich überrascht an. Damen? Antlitz? Ergötzen? Solche Worte schmeichelten ihren Ohren. Und so drückten sie den Türöffner, der gleich lossurrte. Erfreut darüber, dass es geklappt hatte, stieß der Penner die Tür auf, hastete die Stufen des stinkenden Treppenaufgangs hoch und stürmte schließlich in die Wohnung der sieben Mädchen.
"So ihr süßen Sahneschnittchen! Macht euch schon mal nackig!", lachte er fies und befummelte seine Hose. Kreischend vor Entsetzen, rannten die Mädchen in alle Richtungen davon und versuchten sich zu verstecken. Eine im Badezimmer, eine in der Küche, eine hinter dem Sofa, eine in der Abstellkammer, eine im Schlafzimmer, eine im Mädchenzimmer und die jüngste Tochter huschte hinter die aufgestoßene Wohnungstür. Doch der Penner stürmte ihnen in seiner Lust hinterher und er erwischte und begrabschte sie alle. Nur das Mädchen hinter der Tür, das fand er nicht. Nachdem er seine ungezügelte Lust abreagiert hatte, war er Müde und beschloss, sich auszuruhen. Soviel jungfräuliches Fleisch in seinen Händen konnte ganz schon fertig machen. Er taumelte benommen die Stufen durch den stinkenden Treppenflur hinunter, lief draußen über den Spielplatz und legte sich in den Sandkasten, der als Katzentoilette diente.
Nicht viel später kam der alte VW Golf der Mutter wieder angeknattert. Sie hatte in der Bar zu heftig mit einem Kunden geflirtet, der darauf am Tisch einen tierischen Abgang hatte. Es war ihm ziemlich peinlich, zumal der große, dunkle Fleck in seinem Schritt nicht zu verbergen war. So bekam die Mutter riesen Ärger und wurde mit sofortiger Wirkung entlassen. Wutentbrannt stieg sie nun aus, knallte die Tür des VW Golf und stapfte die Stufen durch den stinkenden Treppenflur hinauf. Doch wie erschrak sie, als sie die Wohnungstür sperrangelweit aufgerissen fand. Es roch merkwürdig nach Alkohol und Männerschweiß und auch so herrschte ziemliches Chaos.
"Mein Gott, was ist passiert?", rief die Mutter schockiert.
"Mutter! Du bist wieder da!", rief da ein dünnes Stimmchen und verängstigt kam die jüngste Tochter hinter der Tür hervor und rannte weinend in die Arme ihrer Mutter.
"Was ist passiert?", wollte diese gleich wissen. Sie ahnte nichts Gutes.
"Der Penner war hier, heimtückisch hat er sich Zutritt verschafft! Alle meine Schwestern hat er begrabscht und sich dabei einen gerubbelt! Eklig war das!", weinte die Tochter.
"Oh nein, meine armen Mädels! Sie werden einen schweren Schock davon tragen, sich total verschließen, nie mehr einen Mann ran lassen! Oh welch ein Elend!", weinte auch die Mutter.
"Wo sind deine Schwestern jetzt?", fragte sie dann, nachdem sie sich wieder beruhigt hatte.
"Im Badezimmer, sie duschen sich kochend heiß, mit ganz viel Duschgel!"
Nachdem die Schwestern sich mit ganz viel Duschgel von den ekligen Fingerabdrücken des Penners gereinigt hatten, kam eine nach der anderen aus dem Badezimmer und rannte in die Arme ihrer Mutter. Sie weinten, küssten und herzten sich und waren froh, dass es ihnen noch gut ging.
"Wo ist dieses Arschloch jetzt?", fragte die Mutter nun erzürnt.
"Draußen, auf dem Spielplatz, im Sandkasten!", riefen die Töchter.
"Dem werden wirs zeigen! Hand an alle meine Töchter legen! So ein Lustmolch! Das wird ihm noch vergehen!", tobte die Mutter, stürmte in die Abstellkammer, holte fünf Flaschen Schnaps, ein Kasten Bier und drei Taschenrutscher.
"Damit werden wir das Arschloch abfüllen!", sagte sie, drückte jedem ihrer Töchter eine Flasche in die Hand und gemeinsam gingen sie leise und vorsichtig nach draußen, auf den Spielplatz, zum Sandkasten. Da lag er, der Penner, schlief und schnarchte dabei, dass man glaubte, der Regenwald würde kahlgesägt. Die Mutter hielt dem Penner den Mund offen und die Töchter schütteten eine nach der anderen ihre Flasche hinein, bis der Penner so vollgelaufen war, dass er an Alkoholvergiftung starb. Da fassten sich die Mutter und ihre Töchter an den Händen, tanzten um den Sandkasten herum und riefen: "Der Penner ist tot, der Penner ist tot, jetzt haben die Mädels keine Not!"
Und wenn sie nicht gestorben sind ... leben sie noch heute, friedlich und glücklich in ihrer Wohnung im Wohnblock am Rande Berlins.
