Sonntag, 29. April 2007

Macken ... und andere Einzigarten



Jeder Mensch hat Macken. Der eine Größere, der andere Kleinere ...
Aber Macke ist dennoch Macke. Ich habe sieben Macken.
Zumindest sieben, von denen ich mit Sicherheit weiß ...


Macke Nr. 1: Ich schüttele jede Getränkepackung oder Saftflasche vor dem Öffnen. Warum? Keine Ahnung, ich schüttele sogar die Milchpackung ...

Macke Nr. 2: Wenn ich eine Tasse, eine Schüssel, ein Glas oder Ähnliches aus einem Schrank hole, so puste ich erst mal hinein, bevor ich sie mit etwas befülle. Heute, als ich meine Kaffeetasse aus dem Schrank holte, habe ich das vergessen. Und als ich den Zucker in meine Tasse schüttete, sah ich, dass eine Spinne in meiner Tasse saß. Hätte ich gepustet, wäre sie mir wohl ins Gesicht geflogen... ihgitt.

Macke Nr. 3: Wenn ich nachdenke, nehme ich meine Unterlippe zwischen Daumen und Zeigefinger und ziehe daran. Warum? Weil mir danach meist etwas einfällt ^^

Macke Nr. 4: Wenn ich etwas esse, dann tausche ich mein Besteck mindestens 5 mal um. Also Messer von der linken in die rechte Hand und Gabel von der rechten in die linke Hand. Und so immer hin und her. Warum? Weil ich mich nicht entscheiden kann ...

Macke Nr. 5: Ich creme mir am Tag ca. 20 mal die Hände ein. Warum? Keine Ahnung! Aber dafür habe ich die zartesten Hände der Welt.

Macke Nr. 6: Ich putze mir fast 5 min. lang die Zähne ... Wenn ich sie nur 3 min. lang putze, fühle ich mich so, als hätte ich mir die Zähne gar nicht geputzt.
5 min. mindestens ist Pflicht.


Macke Nr. 7: Ich mag pink und glitzer ... - Ohne Worte -

Ich glaub, wenn ich schärfer nachdenke, fallen mir noch viel mehr Macken ein ...
Einige Macken sind vielleicht nicht so toll, aber dennoch bin ich froh sie zu haben, denn sie machen mich und alle anderen Menschen, die Macken haben, so einzigartig ...



Montag, 23. April 2007

Traumdeutung


Letzte Nacht hatte ich einen Traum.

Nichts ungewöhnliches ...
Ich träumte von mir und meiner Mutter.
Ebenfalls nichts ungewöhnliches, da ich oft von ihr träume.
Doch dieser Traum in der letzten Nacht war sehr merkwürdig ...
Wenn ich Traumdeuterin wäre, hätte ich mir sofort selbst diesen Traum gedeutet. Da ich aber leider keine speziellen Fähigkeiten dafür habe, schreibe ich meinen Traum hier auf, in der Hoffnung, jemand, der ihn liest, gibt mir ein oder zwei Ansatzpunkte für dessen Bedeutung ...

Mama und ich liefen nebeneinander in einen Supermarkt hinein.
Sie schob einen leeren Einkaufwagen vor sich her, wie man es eben so tut, wenn man vor hat, einzukaufen. Ich lief an ihrer Seite. Anders als in anderen Träumen, in denen Mama vorkam, konnte ich in diesem Traum ihr Gesicht sehen, ihre Augen, ihren Mund, ihre Nase ... alles. So als würde sie leibhaftig vor mir stehen. Selbst die kleinen Fältchen an ihren Mundwinkeln konnte ich sehen. Wenn ich sonst von ihr träumte, sah ich lediglich ihren Körper. Auch einen Kopf .. aber kein Gesicht. Nicht mal Haare. Aber diesmal ... ich sah sie direkt vor mir. Außerdem trug sie, wie sie es immer tat, ihre dunkelblaue Windjacke, ihre marinefarbene Mütze, ihre, am Fußende umgeschlagene Jeanshose und ihre weiss-rot-gestreiften Turnschuhe. Wie oft hatte ich ihr damals versucht zu erklären, dass diese Kombination eher gewöhnungsbedürftig ist ... aber Mama fand sich so schön und genau so habe ich sie gestern Nacht gesehen.
Wir liefen also nebeneinander in den Supermarkt hinein. Ich konnte meine Umgebung genau wahrnehmen. Ich sah die Regale mit den Waren darinnen, sah die einzelnen Gänge, die Frau am Fleischerstand, die Kasse und die Kassiererin. Alles sah ich so direkt vor mir. Irgendwann begann Mama nach den Waren in den Regalen zu greifen, die sie zu benötigen schien, doch jedesmal sagte ich zu ihr:
"Nein das brauchst du doch gar nicht!", und stellte alles wieder zurück.
Irgendwann griff Mama nach einer ca. 3 Meter langen Keksschachtel und wollte sie in den Einkaufswagen stellen. Doch auch diese nahm ich ihr aus der Hand und schimpfte:
"Was willst du denn mit so einer großen Keksschachtel?!"
Und Mama entgegnete empört: "Na guck dir doch die Preise von den viel kleineren Keksschachteln an! Dagegen ist diese hier, die 5.80 € kostet, ein wahres Schnäppchen!"
Da hatte sie recht, darum lies ich Mama die Keksschachtel in den Einkaufswagen stellen. Nun schien Mama alles zu haben.
Sie sah mich an und sagte: "Ich gehe nun!"
Ich erwiderte: "Warte Mama, ich hab Durst, ich hole uns noch etwas zu trinken!"
Doch Mama sagte: "Ich gehe schon mal vor!"
Und sie lief einfach los mit ihrem Wagen.
"Warte Mama, warte doch!", hab ich gerufen und hastete durch die Gänge des Supermarktes, die mir plötzlich wie ein Labyrinth vorkamen.
Ich war in einem Zwiespalt ... ich wollte etwas zu trinken holen, aber gleichzeitig Mama nicht aus den Augen verlieren. Doch sie lief und lief, allerdings nicht richtung Kasse, sondern einfach gerade aus, irgendwo ins Nichts. Indess suchte ich verzweifelt nach etwas zu trinken.
Aber alles was ich fand, waren große Eistee-Packungen mit den Geschmacksrichtungen: Marzipan-Torten-Eistee oder Cornflakes-Eistee ...
Ich suchte aber einfach nur nach einer simplen Flasche Orangensaft ... Ich irrte durch die Gänge und irgendwann war mir schlagartig bewusst, dass ich hier keinen Orangensaft finden würde.

Und ich musste feststellen, dass Mama schon so weit weg von mir war, dass ich sie kaum noch sehen konnte. Ich sank zu Boden und weinte.
Ich weinte und schimpfte: "Scheisse, warum hast du sie nicht noch einmal umarmt, bevor sie gegangen ist?! Wieso nicht? Wieso musstest du nur diesen scheiss Orangensaft suchen?!"
Ich weinte und schimpfte ... dann wachte ich auf.
Ich setzte mich hoch und merkte sofort, wie nass meine Augen waren und wie nass mein Kopfkissen war ...

Den ganzen Tag heute in der Schule dachte ich an diesen Traum und habe versucht, eine Logik darin zu entdecken ... Ich träume doch nicht einfach so, sinnloserweise, so einen realen Traum, in dem ich Mama so Echt vor mir sehe wie noch nie zuvor in einem Traum ...
Falls es jemandem möglich ist, diesen Traum zu deuten, möge sie / er es mir bitte mitteilen.
Mir liegt sehr viel daran ...

"Slipped Away" von Avril Lavigne, ein wunderschöner Song, der ans Herz geht und mir aus der Seele spricht.





Mittwoch, 18. April 2007

...


Normalerweise wollte ich diesen Post nutzen, um von meinem Urlaub zu berichten, den ich mit meinem Freund gemeinsam im Düsseldorf verbracht habe. Jedoch habe ich mich für ein anderes Thema entschieden, welches ich für deutlich wichtiger erachte, als jeder Urlaub der Welt ...

Es geht um das Thema Rassismus, also Fremdenfeindlichkeit.

Wie ich darauf komme? Ganz einfach ...
Mein Vater, von Beruf Schatten- und Puppenspieler, hatte gestern einen Auftritt mit seiner Schattenbühne vor einem ausgesuchten Puplikum, bestehend aus Lehrern von verschiedenen Schulen unserer Umgebung. Das Stück, welches er spielte, hatte an diesem Tag Premiere. Es heisst:

"Dörfles oder Die Sage vom eingefallenen Berg"

Dieses Stück hat mein Vater vor einigen Jahren mit seiner Freundin und damaligen Spielpartnerin Vera T. als Puppentheaterstück entworfen, nach einer Sage aus Thüringen. Nun, 2007, hat er dieses Stück wieder aufgegriffen, vollkommen neu, als Schattenspiel, entwickelt und gemeinsam mit Iris Gleicke aus der SPD ein Projekt auf die Beine gestellt mit dem Thema "Toleranz". Das Ganze wurde extra für Schulen und Kinder- und Jugendeinrichtungen entworfen und dient der Gewaltprävention. Es geht in dem Stück um Ausländerfeindlichkeit, Religion und Gewalt.

Ich finde dieses Stück sehr bewegend und halte auch das angesprochene Thema für sehr wichtig! Denn Fremdenfeindlichkeit ist eine Sache, die uns jeden Tag begegnet, ob wir nun wollen oder nicht! Erst gestern ging ich zum Einkaufen in die Stadt und wurde Zeuge, als ein Junge nur wegen seines Aussehens von anderen, weit aus älteren Typen, angepöpelt und beleidigt wurde.
Und da Rassismus eine Sache der Erziehung ist (kein Mensch wird als Rassist geboren, er wird durch falsche Erziehung dazu gemacht!!!) finde ich es ebenso wichtig, so früh wie möglich anzufangen, die Kinder (immerhin die Erwachsenen von Morgen) darüber aufzuklären, wie sinnlos Gewalt und Fremdenhass doch ist!!!

Ich finde es gut, das mein Vater sich so sehr für diese Sache engagiert. Und ich hoffe, dass er mit diesem Stück Erfolg hat! Die Reaktion der Lehrer war zumindest durchgehend Positiv und mein Vater erhielt von jeder Schule eine Einladung, das Stück in den Einrichtungen zu spielen, um die Kinder und Jugendlichen mit dem Thema zu konfrontieren und in einer anschließenden Diskussionsrunde die Fragen der Kids zu klären. Und damit keiner auf die Idee kommt, ich mach hier nur Werbung für meinen Vater, damit wir fett das Geld verdienen ... Nein, mein Vater bietet dieses Stück kostenfrei an! Denn im Kampf gegen Gewalt und Fremdenfeindlichkeit sollte man kein Geld bezahlen!

Wer mehr davon oder darüber erfahren möchte oder sich für die Arbeit meines Vaters interessiert, kann oben auf den Link gehen oder besucht einfach die Homepage

www.schattenkolja.de

Die Ärzte - Schrei nach Liebe