Donnerstag, 26. Juli 2007
Alles hat ein Ende ...
... nur die Wurst hat zwei!
So ein Ende hat auch die Zeit als -LiSi-
Angefangen hat das alles als Schnegge, 20 Jahre war ich jung, also noch nicht so lange her. Eines langweiligen Nachmittages beschloss ich, da ich nun endlich einen eigenen PC und sogar Internetzugang hatte, etwas im Netz zu surfen und stieß irgendwann auf die Chat4Free-Seite. Kurz hineingeschnuppert und als unterhaltsam empfunden. Seit dem verging kaum ein Tag, an dem ich nicht online war, außer die Tage an denen ich krank oder im Urlaub war.
In den zweieinhalb Jahren im c4f habe ich eine Menge netter Leute kennen gelernt sowie auch eine Menge Idioten. Aber die trifft man auch auf der Straße, von daher ... Ein besonders netter Mensch aus diesem Chat ist die gute, durchgeknallte, ständig singende, wunderhübsche, Männern den Kopf verdrehende ^^ Alexis, oder auch Bisi. Sie traf ich als ich mich noch Schnegge nannte. Wir verstanden uns super und wurden "Schwestern". Und aus Schnegge wurde irgendwann Lisi. Und so waren wir isi´s. Wie oft wurden wir für gestört erklärt und wie oft war uns das scheiß egal. Mit Bisi also hatte ich im Chat den meisten Spaß aber auch viele tiefgründigere Gespräche. Auch verbindet uns die gleiche Leidenschaft, die Musik und das Schauspiel. Mit ihr konnte ich über Dinge reden, über die eben nur echte isi´s reden können! Sie habe ich in der ganzen Chatzeit wirklich sehr lieb gewonnen. [ Wenn dir einer doof kommt, denk an die Gummibärchenkanone! ;) ]
Als nächste sehr liebe Menschen wären da Jana und Stefan, bekannt als Medusa und Menne. Die zwei lernte ich vor ca. einem Jahr kennen. Anfangs noch kein Paar, im Laufe der Chatzeit eines geworden. Glückwunsch ^^ Ich finde die zwei noch genauso schräg und genauso süß wie am Anfang. Auch mit den beiden hatte ich viel Spaß, gerade wenn es darum ging, dem anderen Geschlecht eins auszuwischen :D Aber vorallem muss ich den beiden ein dickes fettes Danke sagen und ich glaube sie wissen auch warum. Ich habe sie sehr lieb gewonnen, fast wie Bruder und Schwester, auch wenn ich nie gedacht hätte das sowas in einem Chat überhaupt geht.
Mit Franki, auch bekannt als xmyrxn, habe ich am Anfang meiner Chatzeit gar keinen Kontakt gehabt. Ich las zwar was er so schrieb, fand ihn aber irgendwie arogant und klugscheißerig. Das sollte sich aber ändern, als ich das erste Mal einen kurzen Dialog mit ihm führte. Ich fand ihn dann doch recht nett und heute ist er mir einer der liebsten Menschen überhaupt. Freud und Leid haben wir uns erzählt und bei ICQ Zoopalooma so manchen Spaß gehabt ^^ Seither haben wir regen Kontakt gehabt und vor ein paar Monaten standen wir uns sogar live gegenüber. Ihn hab ich auch in mein Herz geschlossen in dieser Zeit.
Natürlich gibt es noch viele viele mehr junge Leute mit denen ich im c4f nette oder ernste Gespräche hatte. Doch ich habe mich entschlossen mit dem Chatten aufzuhören. Keine weltbewegende Sache an sich, jeder fängt mal was an und hört wieder auf. Aber ich weiß das mir was fehlen wird ... Trotzdem möchte ich es nicht mehr. Ich hatte so manchen Nicknamen mit denen ich mich in der virtuellen Welt identifizierte und habe dabei ganz vergessen, Ruthy zu sein. Aber genau diese Ruthy möchte ich wieder werden. Denn die Wirklichkeit spielt sich vor der Haustür ab und nicht im Chat. Diese virtuelle Welt ist eine Fluchtwelt wo man sich auch mal geben kann wie man vielleicht gerne sein möchte, aber wie man eigentlich gar nicht ist. Und so verliert man schnell die Kontrolle zu sich selbst. Weil ich gestern mal etwas Luft zum nachdenken brauchte, bin ich, mit der eigentlichen Absicht einen kleinen Spaziergang zu machen, 4,4 km durch den Wald gewandert. Früher habe ich sowas oft gemacht, einfach so. Ich bin sowieso ein Mensch, der gerne draußen ist und die Sonne und die Natur genießt. Doch das ist in den zwei Jahren so rapide zu kurz gekommen, dass mir erst gestern wieder bewusst wurde, wie schön es ist und wie gut es mir für meine Seele tut. Von daher habe ich mich entschieden, keine virtuellen Welten mehr zu besuchen um mich da in irgendwas hineinzusteigern, sondern die Welt da draußen wieder wahr zu nehmen. Was mir bleibt, ist, tschüss zu sagen und weiterhin viel Spaß an die lieben Chatter im c4f. LiSi = RIP
Angefangen hat das alles als Schnegge, 20 Jahre war ich jung, also noch nicht so lange her. Eines langweiligen Nachmittages beschloss ich, da ich nun endlich einen eigenen PC und sogar Internetzugang hatte, etwas im Netz zu surfen und stieß irgendwann auf die Chat4Free-Seite. Kurz hineingeschnuppert und als unterhaltsam empfunden. Seit dem verging kaum ein Tag, an dem ich nicht online war, außer die Tage an denen ich krank oder im Urlaub war.
In den zweieinhalb Jahren im c4f habe ich eine Menge netter Leute kennen gelernt sowie auch eine Menge Idioten. Aber die trifft man auch auf der Straße, von daher ... Ein besonders netter Mensch aus diesem Chat ist die gute, durchgeknallte, ständig singende, wunderhübsche, Männern den Kopf verdrehende ^^ Alexis, oder auch Bisi. Sie traf ich als ich mich noch Schnegge nannte. Wir verstanden uns super und wurden "Schwestern". Und aus Schnegge wurde irgendwann Lisi. Und so waren wir isi´s. Wie oft wurden wir für gestört erklärt und wie oft war uns das scheiß egal. Mit Bisi also hatte ich im Chat den meisten Spaß aber auch viele tiefgründigere Gespräche. Auch verbindet uns die gleiche Leidenschaft, die Musik und das Schauspiel. Mit ihr konnte ich über Dinge reden, über die eben nur echte isi´s reden können! Sie habe ich in der ganzen Chatzeit wirklich sehr lieb gewonnen. [ Wenn dir einer doof kommt, denk an die Gummibärchenkanone! ;) ]
Als nächste sehr liebe Menschen wären da Jana und Stefan, bekannt als Medusa und Menne. Die zwei lernte ich vor ca. einem Jahr kennen. Anfangs noch kein Paar, im Laufe der Chatzeit eines geworden. Glückwunsch ^^ Ich finde die zwei noch genauso schräg und genauso süß wie am Anfang. Auch mit den beiden hatte ich viel Spaß, gerade wenn es darum ging, dem anderen Geschlecht eins auszuwischen :D Aber vorallem muss ich den beiden ein dickes fettes Danke sagen und ich glaube sie wissen auch warum. Ich habe sie sehr lieb gewonnen, fast wie Bruder und Schwester, auch wenn ich nie gedacht hätte das sowas in einem Chat überhaupt geht.
Mit Franki, auch bekannt als xmyrxn, habe ich am Anfang meiner Chatzeit gar keinen Kontakt gehabt. Ich las zwar was er so schrieb, fand ihn aber irgendwie arogant und klugscheißerig. Das sollte sich aber ändern, als ich das erste Mal einen kurzen Dialog mit ihm führte. Ich fand ihn dann doch recht nett und heute ist er mir einer der liebsten Menschen überhaupt. Freud und Leid haben wir uns erzählt und bei ICQ Zoopalooma so manchen Spaß gehabt ^^ Seither haben wir regen Kontakt gehabt und vor ein paar Monaten standen wir uns sogar live gegenüber. Ihn hab ich auch in mein Herz geschlossen in dieser Zeit.
Natürlich gibt es noch viele viele mehr junge Leute mit denen ich im c4f nette oder ernste Gespräche hatte. Doch ich habe mich entschlossen mit dem Chatten aufzuhören. Keine weltbewegende Sache an sich, jeder fängt mal was an und hört wieder auf. Aber ich weiß das mir was fehlen wird ... Trotzdem möchte ich es nicht mehr. Ich hatte so manchen Nicknamen mit denen ich mich in der virtuellen Welt identifizierte und habe dabei ganz vergessen, Ruthy zu sein. Aber genau diese Ruthy möchte ich wieder werden. Denn die Wirklichkeit spielt sich vor der Haustür ab und nicht im Chat. Diese virtuelle Welt ist eine Fluchtwelt wo man sich auch mal geben kann wie man vielleicht gerne sein möchte, aber wie man eigentlich gar nicht ist. Und so verliert man schnell die Kontrolle zu sich selbst. Weil ich gestern mal etwas Luft zum nachdenken brauchte, bin ich, mit der eigentlichen Absicht einen kleinen Spaziergang zu machen, 4,4 km durch den Wald gewandert. Früher habe ich sowas oft gemacht, einfach so. Ich bin sowieso ein Mensch, der gerne draußen ist und die Sonne und die Natur genießt. Doch das ist in den zwei Jahren so rapide zu kurz gekommen, dass mir erst gestern wieder bewusst wurde, wie schön es ist und wie gut es mir für meine Seele tut. Von daher habe ich mich entschieden, keine virtuellen Welten mehr zu besuchen um mich da in irgendwas hineinzusteigern, sondern die Welt da draußen wieder wahr zu nehmen. Was mir bleibt, ist, tschüss zu sagen und weiterhin viel Spaß an die lieben Chatter im c4f. LiSi = RIP
Dienstag, 24. Juli 2007
Meine Animationen
Das Leben des Strichmännchens - Jeder kennt es, das Strichmännchen! Aber was das arme kleine Strichmännchen in seinem dünnen Leben alles durchmachen muss, habe ich auch als Animation dargestellt! Viel Spaß!
Teil 2 aus dem Leben des Strichmännchens! Viel Spaß!
Sonntag, 15. Juli 2007
Märchenstunde
Der Wolf und die sieben Geißlein von den Gebrüdern Grimm,
übersetzt von LiSi ins Jahr 2007
übersetzt von LiSi ins Jahr 2007
Der Penner und die sieben Mädchen
Es war einmal eine Mutter, die wohnte mit ihren sieben, wunderhübschen Töchtern in einem Wohnblock am Rande Berlins. Sie wohnten da ganz alleine. Der Vater hatte sie nämlich vor Jahren wegen einer blonden Strandschönheit verlassen und so musste die Mutter alleine für das Wohlergehen und die Gesundheit ihrer Töchter aufkommen. Tagsüber arbeitete sie in einem Aldi-Markt an der Kasse und des abends kellnerte sie in einer Table-Dance-Bar.
So lebten sie alle friedlich zusammen und bestritten den Lebensalltag.
Eines Tages hatte die Mutter früher Dienst in der Bar, sie musste eher los gehen als sonst. So rief sie alle ihre sieben Töchter zusammen und sprach:
"So Mädels, ich muss los, paar Ocken verdienen. Ihr passt indess auf die Wohnung auf, macht nicht so ein Lärm, ladet ja keine fremden Kerle ein und Finger weg von meinem Zigarettenschubfach!"
"Ja Mutter!", antworteten ihre Töchter brav.
"Ach und noch was! Von der Brigitte, meiner Frisöse, habe ich erfahren, dass ein lüsterner Penner in der Gegend um unseren Block sein Unwesen treibt! Nehmt euch vor diesem Schwein in Acht und lasst ja niemanden in die Wohnung!", warnte die Mutter.
"Ja Mutter, wir werden schon keinen Penner reinlassen!", versicherten die Töchter.
So konnte die Mutter den Weg zur Arbeit beruhigt antreten. ´Die Mädels sind schon groß´, dachte sie sich. ´Es wird schon nichts passieren.´
Doch kaum war sie mit ihrem alten, klapprigen VW Golf davon gerattert, kam ein stinkender, angetrunkener Penner über den, mit Hundehaufen und Zigarettenstummeln zugedreckten, Kinderspielplatz geschlurft. Er sah dem davonbrausenden Auto hinterher und sagte zu sich:
"Die Schlampe geht wieder Anschaffen! Das heißt, ihre sieben Schnecken sind alleine zu Hause! Das ist die Gelegenheit! Ich habe Zeit, diese geilen Pussys, eine nach der anderen, zu vernaschen!" Und er schlurfte weiter zur Eingangstür des Blocks.
Er schaute die Klingelschilder durch. Maier, das war der Name, den er suchte.
Er klingelte. Kurz darauf ging knackend die Sprechanlage an.
"Ja?", kam es fröhlich.
"Huhu Schneckis, hier ist euer Traumprinz, macht auf ihr Süßen!", raunte der Penner, vor dem die Mutter gewarnt hatte.
"Wir machen dir nicht auf! Du bist der Penner! Viel zu unhöflich!"
Die Anlage knackte, die Verbindung war futsch und die Tür noch zu. Sauer musste der Penner einsehen, dass er so schnell nicht an sein Ziel kommen würde. So schlurfte er davon, zum Supermarkt, vor dessen Eingangshalle sich seine Saufkumpels auf dem dreckigen Fußboden mit Dosenbier zukippten.
"Jo Jonny!", begrüßten die Saufkumpels den anschlurfenden Penner.
"Hallo ihr Suffköppe!", grüßte der Penner zurück und setzte sich.
"Na, was treibt dich zu uns?", fragte ein anderer Penner, mit ziemlich roter Schnapsnase.
"Ich war gerade am Block von den sieben Pussy-Babys! Aber die lassen mich nicht rein! Unhöflich bin ich, haben sie gesagt!" Er trat beleidigt eine leere Bierdose weg, welche dann scheppernd über den Boden kullerte.
"Jonny, Jonny, hör mir mal zu!", lallte ein weiterer Kumpel, legte ihm den Arm um den Hals und hauchte ihm seine Bierfahne ins Gesicht.
"Wenn du die Mädels rumkriegen willst, musst du sie locken! Verstehst du?"
Der Penner legte den Kopf schief und dachte nach. Locken. Ja! Gute Idee!
"Danke Freunde, ich probiers erneut!", stand er dann motiviert auf und schlurfte zurück zum Wohnblock. Er klingelte bei Maier und wartete, bis wieder knackend die Sprechanlage anging.
"Hey ihr Zuckerpüppchen! Ich habe was tolles für euch, meine süßen Bienchen!", säuselte er in die Sprechanlage.
"Und was?", kam es schnippisch zurück.
"Einen großen Lollipop!", grinste der Penner durch seine verfaulte Zahnlücke und fasste sich mit seiner ekligen Hand in den Schritt.
Es war still am Ende der Anlage, dann war eine andere Stimme zu hören.
"Verpiss dich du Idiot! Wir wollen keinen Lollipop! Du kommst hier nicht rein! Viel zu unhöflich!" Und wieder wurde die Verbindung getrennt und die Tür blieb verschlossen.
"Son Scheiß!", fauchte der Penner genervt und schlurfte wieder zu seinen Saufkumpels.
"Keine Chance bei diesen Zicken!", schimpfte er und setzte sich.
Seine Kumpels gaben ihm wieder eine Menge Ideen und Vorschläge, wie er die sieben Töchter dazu bringen könnte, die Tür zu öffnen.
"Wenn du zu unhöflich bist", sagte irgendwann der Penner mit dem Schnupftabak, "musst du mal Manieren an den Tag legen! Zieh deinen besten Anzug an und lass seinen Jargon stecken!"
"Ich habe nur diese Kleidung, die ich an mir trage! Aber meinen Jargon kann ich ausbessern!", grinste der Penner und ein lüsternes leuchten war in seinen Augen zu sehen. Wieder ging er zum Block. Er klingelte erneut und wieder ging die Anlage an.
"Ja?", kam es genervt.
"Guten Tag die Damen! Entschuldigen Sie die Störung, aber ich würde zugerne herein kommen, um mich an eurem Antlitz zu ergötzen, von welchem weit und breit die Rede ist!", flötete er so freundlich wie er nur konnte. Am anderen Ende der Leitung war es kurz still. Die sieben Töchter, die oben versammelt um die Sprechanlage standen, sahen sich überrascht an. Damen? Antlitz? Ergötzen? Solche Worte schmeichelten ihren Ohren. Und so drückten sie den Türöffner, der gleich lossurrte. Erfreut darüber, dass es geklappt hatte, stieß der Penner die Tür auf, hastete die Stufen des stinkenden Treppenaufgangs hoch und stürmte schließlich in die Wohnung der sieben Mädchen.
"So ihr süßen Sahneschnittchen! Macht euch schon mal nackig!", lachte er fies und befummelte seine Hose. Kreischend vor Entsetzen, rannten die Mädchen in alle Richtungen davon und versuchten sich zu verstecken. Eine im Badezimmer, eine in der Küche, eine hinter dem Sofa, eine in der Abstellkammer, eine im Schlafzimmer, eine im Mädchenzimmer und die jüngste Tochter huschte hinter die aufgestoßene Wohnungstür. Doch der Penner stürmte ihnen in seiner Lust hinterher und er erwischte und begrabschte sie alle. Nur das Mädchen hinter der Tür, das fand er nicht. Nachdem er seine ungezügelte Lust abreagiert hatte, war er Müde und beschloss, sich auszuruhen. Soviel jungfräuliches Fleisch in seinen Händen konnte ganz schon fertig machen. Er taumelte benommen die Stufen durch den stinkenden Treppenflur hinunter, lief draußen über den Spielplatz und legte sich in den Sandkasten, der als Katzentoilette diente.
Nicht viel später kam der alte VW Golf der Mutter wieder angeknattert. Sie hatte in der Bar zu heftig mit einem Kunden geflirtet, der darauf am Tisch einen tierischen Abgang hatte. Es war ihm ziemlich peinlich, zumal der große, dunkle Fleck in seinem Schritt nicht zu verbergen war. So bekam die Mutter riesen Ärger und wurde mit sofortiger Wirkung entlassen. Wutentbrannt stieg sie nun aus, knallte die Tür des VW Golf und stapfte die Stufen durch den stinkenden Treppenflur hinauf. Doch wie erschrak sie, als sie die Wohnungstür sperrangelweit aufgerissen fand. Es roch merkwürdig nach Alkohol und Männerschweiß und auch so herrschte ziemliches Chaos.
"Mein Gott, was ist passiert?", rief die Mutter schockiert.
"Mutter! Du bist wieder da!", rief da ein dünnes Stimmchen und verängstigt kam die jüngste Tochter hinter der Tür hervor und rannte weinend in die Arme ihrer Mutter.
"Was ist passiert?", wollte diese gleich wissen. Sie ahnte nichts Gutes.
"Der Penner war hier, heimtückisch hat er sich Zutritt verschafft! Alle meine Schwestern hat er begrabscht und sich dabei einen gerubbelt! Eklig war das!", weinte die Tochter.
"Oh nein, meine armen Mädels! Sie werden einen schweren Schock davon tragen, sich total verschließen, nie mehr einen Mann ran lassen! Oh welch ein Elend!", weinte auch die Mutter.
"Wo sind deine Schwestern jetzt?", fragte sie dann, nachdem sie sich wieder beruhigt hatte.
"Im Badezimmer, sie duschen sich kochend heiß, mit ganz viel Duschgel!"
Nachdem die Schwestern sich mit ganz viel Duschgel von den ekligen Fingerabdrücken des Penners gereinigt hatten, kam eine nach der anderen aus dem Badezimmer und rannte in die Arme ihrer Mutter. Sie weinten, küssten und herzten sich und waren froh, dass es ihnen noch gut ging.
"Wo ist dieses Arschloch jetzt?", fragte die Mutter nun erzürnt.
"Draußen, auf dem Spielplatz, im Sandkasten!", riefen die Töchter.
"Dem werden wirs zeigen! Hand an alle meine Töchter legen! So ein Lustmolch! Das wird ihm noch vergehen!", tobte die Mutter, stürmte in die Abstellkammer, holte fünf Flaschen Schnaps, ein Kasten Bier und drei Taschenrutscher.
"Damit werden wir das Arschloch abfüllen!", sagte sie, drückte jedem ihrer Töchter eine Flasche in die Hand und gemeinsam gingen sie leise und vorsichtig nach draußen, auf den Spielplatz, zum Sandkasten. Da lag er, der Penner, schlief und schnarchte dabei, dass man glaubte, der Regenwald würde kahlgesägt. Die Mutter hielt dem Penner den Mund offen und die Töchter schütteten eine nach der anderen ihre Flasche hinein, bis der Penner so vollgelaufen war, dass er an Alkoholvergiftung starb. Da fassten sich die Mutter und ihre Töchter an den Händen, tanzten um den Sandkasten herum und riefen: "Der Penner ist tot, der Penner ist tot, jetzt haben die Mädels keine Not!"
Und wenn sie nicht gestorben sind ... leben sie noch heute, friedlich und glücklich in ihrer Wohnung im Wohnblock am Rande Berlins.
So lebten sie alle friedlich zusammen und bestritten den Lebensalltag.
Eines Tages hatte die Mutter früher Dienst in der Bar, sie musste eher los gehen als sonst. So rief sie alle ihre sieben Töchter zusammen und sprach:
"So Mädels, ich muss los, paar Ocken verdienen. Ihr passt indess auf die Wohnung auf, macht nicht so ein Lärm, ladet ja keine fremden Kerle ein und Finger weg von meinem Zigarettenschubfach!"
"Ja Mutter!", antworteten ihre Töchter brav.
"Ach und noch was! Von der Brigitte, meiner Frisöse, habe ich erfahren, dass ein lüsterner Penner in der Gegend um unseren Block sein Unwesen treibt! Nehmt euch vor diesem Schwein in Acht und lasst ja niemanden in die Wohnung!", warnte die Mutter.
"Ja Mutter, wir werden schon keinen Penner reinlassen!", versicherten die Töchter.
So konnte die Mutter den Weg zur Arbeit beruhigt antreten. ´Die Mädels sind schon groß´, dachte sie sich. ´Es wird schon nichts passieren.´
Doch kaum war sie mit ihrem alten, klapprigen VW Golf davon gerattert, kam ein stinkender, angetrunkener Penner über den, mit Hundehaufen und Zigarettenstummeln zugedreckten, Kinderspielplatz geschlurft. Er sah dem davonbrausenden Auto hinterher und sagte zu sich:
"Die Schlampe geht wieder Anschaffen! Das heißt, ihre sieben Schnecken sind alleine zu Hause! Das ist die Gelegenheit! Ich habe Zeit, diese geilen Pussys, eine nach der anderen, zu vernaschen!" Und er schlurfte weiter zur Eingangstür des Blocks.
Er schaute die Klingelschilder durch. Maier, das war der Name, den er suchte.
Er klingelte. Kurz darauf ging knackend die Sprechanlage an.
"Ja?", kam es fröhlich.
"Huhu Schneckis, hier ist euer Traumprinz, macht auf ihr Süßen!", raunte der Penner, vor dem die Mutter gewarnt hatte.
"Wir machen dir nicht auf! Du bist der Penner! Viel zu unhöflich!"
Die Anlage knackte, die Verbindung war futsch und die Tür noch zu. Sauer musste der Penner einsehen, dass er so schnell nicht an sein Ziel kommen würde. So schlurfte er davon, zum Supermarkt, vor dessen Eingangshalle sich seine Saufkumpels auf dem dreckigen Fußboden mit Dosenbier zukippten.
"Jo Jonny!", begrüßten die Saufkumpels den anschlurfenden Penner.
"Hallo ihr Suffköppe!", grüßte der Penner zurück und setzte sich.
"Na, was treibt dich zu uns?", fragte ein anderer Penner, mit ziemlich roter Schnapsnase.
"Ich war gerade am Block von den sieben Pussy-Babys! Aber die lassen mich nicht rein! Unhöflich bin ich, haben sie gesagt!" Er trat beleidigt eine leere Bierdose weg, welche dann scheppernd über den Boden kullerte.
"Jonny, Jonny, hör mir mal zu!", lallte ein weiterer Kumpel, legte ihm den Arm um den Hals und hauchte ihm seine Bierfahne ins Gesicht.
"Wenn du die Mädels rumkriegen willst, musst du sie locken! Verstehst du?"
Der Penner legte den Kopf schief und dachte nach. Locken. Ja! Gute Idee!
"Danke Freunde, ich probiers erneut!", stand er dann motiviert auf und schlurfte zurück zum Wohnblock. Er klingelte bei Maier und wartete, bis wieder knackend die Sprechanlage anging.
"Hey ihr Zuckerpüppchen! Ich habe was tolles für euch, meine süßen Bienchen!", säuselte er in die Sprechanlage.
"Und was?", kam es schnippisch zurück.
"Einen großen Lollipop!", grinste der Penner durch seine verfaulte Zahnlücke und fasste sich mit seiner ekligen Hand in den Schritt.
Es war still am Ende der Anlage, dann war eine andere Stimme zu hören.
"Verpiss dich du Idiot! Wir wollen keinen Lollipop! Du kommst hier nicht rein! Viel zu unhöflich!" Und wieder wurde die Verbindung getrennt und die Tür blieb verschlossen.
"Son Scheiß!", fauchte der Penner genervt und schlurfte wieder zu seinen Saufkumpels.
"Keine Chance bei diesen Zicken!", schimpfte er und setzte sich.
Seine Kumpels gaben ihm wieder eine Menge Ideen und Vorschläge, wie er die sieben Töchter dazu bringen könnte, die Tür zu öffnen.
"Wenn du zu unhöflich bist", sagte irgendwann der Penner mit dem Schnupftabak, "musst du mal Manieren an den Tag legen! Zieh deinen besten Anzug an und lass seinen Jargon stecken!"
"Ich habe nur diese Kleidung, die ich an mir trage! Aber meinen Jargon kann ich ausbessern!", grinste der Penner und ein lüsternes leuchten war in seinen Augen zu sehen. Wieder ging er zum Block. Er klingelte erneut und wieder ging die Anlage an.
"Ja?", kam es genervt.
"Guten Tag die Damen! Entschuldigen Sie die Störung, aber ich würde zugerne herein kommen, um mich an eurem Antlitz zu ergötzen, von welchem weit und breit die Rede ist!", flötete er so freundlich wie er nur konnte. Am anderen Ende der Leitung war es kurz still. Die sieben Töchter, die oben versammelt um die Sprechanlage standen, sahen sich überrascht an. Damen? Antlitz? Ergötzen? Solche Worte schmeichelten ihren Ohren. Und so drückten sie den Türöffner, der gleich lossurrte. Erfreut darüber, dass es geklappt hatte, stieß der Penner die Tür auf, hastete die Stufen des stinkenden Treppenaufgangs hoch und stürmte schließlich in die Wohnung der sieben Mädchen.
"So ihr süßen Sahneschnittchen! Macht euch schon mal nackig!", lachte er fies und befummelte seine Hose. Kreischend vor Entsetzen, rannten die Mädchen in alle Richtungen davon und versuchten sich zu verstecken. Eine im Badezimmer, eine in der Küche, eine hinter dem Sofa, eine in der Abstellkammer, eine im Schlafzimmer, eine im Mädchenzimmer und die jüngste Tochter huschte hinter die aufgestoßene Wohnungstür. Doch der Penner stürmte ihnen in seiner Lust hinterher und er erwischte und begrabschte sie alle. Nur das Mädchen hinter der Tür, das fand er nicht. Nachdem er seine ungezügelte Lust abreagiert hatte, war er Müde und beschloss, sich auszuruhen. Soviel jungfräuliches Fleisch in seinen Händen konnte ganz schon fertig machen. Er taumelte benommen die Stufen durch den stinkenden Treppenflur hinunter, lief draußen über den Spielplatz und legte sich in den Sandkasten, der als Katzentoilette diente.
Nicht viel später kam der alte VW Golf der Mutter wieder angeknattert. Sie hatte in der Bar zu heftig mit einem Kunden geflirtet, der darauf am Tisch einen tierischen Abgang hatte. Es war ihm ziemlich peinlich, zumal der große, dunkle Fleck in seinem Schritt nicht zu verbergen war. So bekam die Mutter riesen Ärger und wurde mit sofortiger Wirkung entlassen. Wutentbrannt stieg sie nun aus, knallte die Tür des VW Golf und stapfte die Stufen durch den stinkenden Treppenflur hinauf. Doch wie erschrak sie, als sie die Wohnungstür sperrangelweit aufgerissen fand. Es roch merkwürdig nach Alkohol und Männerschweiß und auch so herrschte ziemliches Chaos.
"Mein Gott, was ist passiert?", rief die Mutter schockiert.
"Mutter! Du bist wieder da!", rief da ein dünnes Stimmchen und verängstigt kam die jüngste Tochter hinter der Tür hervor und rannte weinend in die Arme ihrer Mutter.
"Was ist passiert?", wollte diese gleich wissen. Sie ahnte nichts Gutes.
"Der Penner war hier, heimtückisch hat er sich Zutritt verschafft! Alle meine Schwestern hat er begrabscht und sich dabei einen gerubbelt! Eklig war das!", weinte die Tochter.
"Oh nein, meine armen Mädels! Sie werden einen schweren Schock davon tragen, sich total verschließen, nie mehr einen Mann ran lassen! Oh welch ein Elend!", weinte auch die Mutter.
"Wo sind deine Schwestern jetzt?", fragte sie dann, nachdem sie sich wieder beruhigt hatte.
"Im Badezimmer, sie duschen sich kochend heiß, mit ganz viel Duschgel!"
Nachdem die Schwestern sich mit ganz viel Duschgel von den ekligen Fingerabdrücken des Penners gereinigt hatten, kam eine nach der anderen aus dem Badezimmer und rannte in die Arme ihrer Mutter. Sie weinten, küssten und herzten sich und waren froh, dass es ihnen noch gut ging.
"Wo ist dieses Arschloch jetzt?", fragte die Mutter nun erzürnt.
"Draußen, auf dem Spielplatz, im Sandkasten!", riefen die Töchter.
"Dem werden wirs zeigen! Hand an alle meine Töchter legen! So ein Lustmolch! Das wird ihm noch vergehen!", tobte die Mutter, stürmte in die Abstellkammer, holte fünf Flaschen Schnaps, ein Kasten Bier und drei Taschenrutscher.
"Damit werden wir das Arschloch abfüllen!", sagte sie, drückte jedem ihrer Töchter eine Flasche in die Hand und gemeinsam gingen sie leise und vorsichtig nach draußen, auf den Spielplatz, zum Sandkasten. Da lag er, der Penner, schlief und schnarchte dabei, dass man glaubte, der Regenwald würde kahlgesägt. Die Mutter hielt dem Penner den Mund offen und die Töchter schütteten eine nach der anderen ihre Flasche hinein, bis der Penner so vollgelaufen war, dass er an Alkoholvergiftung starb. Da fassten sich die Mutter und ihre Töchter an den Händen, tanzten um den Sandkasten herum und riefen: "Der Penner ist tot, der Penner ist tot, jetzt haben die Mädels keine Not!"
Und wenn sie nicht gestorben sind ... leben sie noch heute, friedlich und glücklich in ihrer Wohnung im Wohnblock am Rande Berlins.
Samstag, 14. Juli 2007
Who needs a heart ...
... when a heart can be broken (Tina Turner - What´s love got to do)
Ich liebe dich sehr, darum lass ich dich gehen,
doch ich hoffe, dass wir uns wieder sehen.
Ich bin nur ein halber Mensch, ohne dich
und Kummer und Sehnsucht quälen mich.
Die Zeit zu überstehen, ist alles was zählt
... Erst wenns nicht mehr da ist, merkt man, dass es fehlt!...
by LiSi
Ich liebe dich sehr, darum lass ich dich gehen,
doch ich hoffe, dass wir uns wieder sehen.
Ich bin nur ein halber Mensch, ohne dich
und Kummer und Sehnsucht quälen mich.
Die Zeit zu überstehen, ist alles was zählt
... Erst wenns nicht mehr da ist, merkt man, dass es fehlt!...
by LiSi
Samstag, 7. Juli 2007
Ich schaff das schon
Als Maike knapp ein Jahr alt war, da konnte sie längst stehen.
Sie versuchte unermüdlich an der Wand entlang zu gehen.
Drei Schritte hat sie leicht geschafft und fast den Vierten auch.
Doch sie entschied sich lieber für ne Landung auf den Bauch.
Und sie lag da und hat gelacht und hat vielleicht zum ersten Mal gedacht:
Ich schaff das schon, ich schaff das schon, ich schaff das ganz alleine!
Ich komm bestimmt, ich komm bestimmt bald wieder auf die Beine.
Ich brauch dazu, ich brauch dazu vielleicht ne Menge Kraft.
Doch ich hab immerhin schon ganz was anderes geschafft!
Als Maike in die Schule kam, da gings ihr ziemlich gut.
Doch wenn sie in Sport am Barren stand, verlor sie fast den Mut.
Vorallem wenn die Klasse sah, wie sie sich dabei quält ...
Am liebsten wäre sie abgehauen und viel hat nicht gefehlt.
Doch sie stand da und hat gedacht: Da muss ich durch, das wäre doch gelacht!
Ich schaff das schon, ich schaff das schon, ich schaff das ganz alleine!
Ich komm bestimmt, ich komm bestimmt bald wieder auf die Beine.
Ich brauch dazu, ich brauch dazu vielleicht ne Menge Kraft.
Doch ich hab immerhin schon ganz was anderes geschafft!
Als Maike 17 Jahre war, war sie total verliebt.
Sie glaubte, dass es nur noch rosa Wolken für sie gibt.
Doch dann, von heut auf morgen, stürzte ihre Traumwelt ein.
Sie war total am Boden und sie fühlte sich so klein ...
Doch sie stand auf und hat gedacht: Ich bin wohl jetzt erst richtig aufgewacht.
Ich schaff das schon, ich schaff das schon, ich schaff das ganz alleine!
Ich komm bestimmt, ich komm bestimmt bald wieder auf die Beine.
Ich brauch dazu, ich brauch dazu vielleicht ne Menge Kraft.
Doch ich hab immerhin schon ganz was anderes geschafft!
Die Zeit ging schnell vorüber, Maike hat heut selbst ein Kind.
Die Wohnung ist nicht groß, in der die Zwei zu Hause sind.
Und doch hat jeder Winkel hier sein eigenes Gesicht.
So kuschelig und friedlich habens viele Kinder nicht.
Und Maike denkt in mancher Nacht, an das was sie als Kind so oft gedacht ...
Ich schaff das schon, ich schaff das schon, ich schaff das ganz alleine!
Ich komm bestimmt, ich komm bestimmt bald wieder auf die Beine.
Ich brauch dazu, ich brauch dazu vielleicht ne Menge Kraft.
Doch ich hab immerhin schon ganz was anderes geschafft!
Text: Rolf Zuckowski