Sonntag, 27. Mai 2007

Was passiert, wenn ...



... sich drei Leute (mein Bruder, mein Schatz und ich)
bei Kaffee und Kuchen unterhalten?



- Zitate aus dem normalen Leben -




1. "Ich bin so hart, dass meine Gabel steht!"

2. "Ich hause in meiner Behausung!"

3. "Welches Tier überlebt denn im toten Meer?" - "Salzhering?"

4. "Lass uns doch DVD gucken!"
"Nee, ist noch nicht 20:15 Uhr!"
"Das ist das Beste, was ich je gesehen habe!"
"Du meinst, gehört!"
"Nee, ich sehe euch doch!"

5. "Chuck Norris-Witze sind geil"
"Ja! Hast du schon mal einen Chuck Norris-Film gesehen?"
"Klar! Aber der hat doch auch mal eine Serie gedreht?"
"Nee, dafür ist er zu cool!"
"Doch doch, da war er Cowboy oder Ranger oder so!"
"Ja, Ranger Joe!"
(Alle lachen)
"Nein, genau, Texas Ranger hieß das!"



- Wer hier für welchen Satz "zuständig" war, wird nicht gesagt,
um weitere Peinlichkeiten zu ersparen -



Mittwoch, 23. Mai 2007

Spuren im Sand




Samstag, 19. Mai 2007

Damals ...



Hach wie schön war doch die Kindheit.




Klein Ruthy im übergroßen Kinderwagen



Montag, 14. Mai 2007

Geständnis



Es gewittert! Ich hasse Gewitter!


Das wirre Zucken der Blitze, die für einen kurzen Moment alles in ein grelles Licht tauchen und im nächsten Moment wieder verschwinden.
Draußen ist es stockfinster.
Der Donner grollt bedrohlich aus der Ferne, wie ein Raubtier, das knurrend in seinem Versteck lauert und darauf wartet, heraus zu springen. Ein lauter Rumms. Ich fahre zusammen. Es blitzt. Grauenvoll schaurige Umrisse von im Wind wankenden Bäumen zeichnen sich plötzlich ab und verschwinden sofort wieder im Schwarz der Nacht ...

Ich hasse Gewitter. Habe ich das schon mal erwähnt??




Montag, 7. Mai 2007

Lady In Red
















Donnerstag, 3. Mai 2007

! Held des Tages !


MEINE SEHR VEREHRTEN DAMEN UND HERREN, WELCHE SICH GERADE AUF DIESEM BLOG BEFINDEN!

Ich möchte Ihnen heute einen ganz besonderen jungen Mann vorstellen.
Jenen jungen Mann, welcher mir gestern Abend das Leben rettete *dramatisiert*

MEIN KANINCHEN HERR LENNARD LENCOW *Applaus einspiel*



Da sitzt er. Schüchtern, wie immer, schaut er in die Kamera.

Nun werden Sie sich sicher fragen: "Ja aber, wie hat denn ein Kaninchen dein Leben gerettet?"

Diese beinahe unglaubliche Geschichte werde ich Ihnen nun erzählen ...
Sie beginnt ausnahmsweise mal nicht mit "Es war einmal ..." , sondern, mit diesem Bett:



"Wieso mit diesem Bett?", werden Sie fragen.
Und ich werde Ihnen antworten:

Als ich 14 Jahre alt war, bekam ich von meinem Patenonkel aus Göttingen ein Bett geschenkt. Ich hatte vorher noch immer in dem alten Doppelstock-Bett geschlafen, welches ich mich früher mit meiner älteren Schwester teilen musste. Nun war die ältere Schwester aber alt genug für ein eigenes Zimmer und eigenes Bett geworden und so durfte ich das Doppelstock-Bett für mich alleine beanspruchen. Da es aber nun, wie gesagt, schon ziemlich alt und auch recht sperrig war, wollte ich ein neues, eigenes Bett. Also drang dieser Wunsch zu meinem Patenonkel durch und er schenkte mir ein ganz tolles Bett. Ganz toll an dem Bett war, dass es von ihm selbstgebaut war. Es war eine Art großer Holzkasten, genauestens auf meine Größe abgestimmt und sogar mit kopfteil-verstellbarem Lattenrost. In diesem Bett schlief ich nun die ganzen Jahre. Doch als vor einem Jahr mein Schatz Rico anfing, bei mir zu schlafen, war dieses Bett viel zu klein. Wir mussten uns so eng aneinander kuscheln, dass wir beide am nächsten Morgen Rückenschmerzen hatten. Außerdem war Rico zu lang für mein Bett, seine Füße schauten am Ende immer heraus. Also kam mein Papa auf eine reizende Idee. Er hatte in seinem Zimmer ein großes Doppel-Bett stehen. Und warum sollte er alleine in so einem großen, und wir zu zweit in so einem kleinen Bett schlafen?? Also haben wir einfach die Betten getauscht!

So weit, so gut, dies ist die Vorgeschichte.
Das Bett auf dem Bild da oben, ist also nun dieses, auf dem ich schlafe.
Wie man erkennen kann, hat dieses Bett an der vorderen Seite zwei Holzklappen ...

... Denn im Gegensatz zu meinem Kastenbett stand dieses Bett, ein richtiges Bett eben, auf vier Beinen. Und so befindet sich zwischen dem Bettrand und dem Fußboden eine ca. 20 cm hohe Lücke. Mein Hasi ist immer unter das Bett gehuscht wenn ich nicht aufpasste. Und das war ziemlich nervig. Also bat ich meinen Vater um Rat. Kurzerhand schaubte er mir mit flinken Griffen zwei Holzklappen an die Vorderseite meines Bettes. Diese sind, wie wir nun gleich sehen können, nach oben aufklappbar.



Dies hat einmal zum Vorteil, dass Hasi nicht mehr unter mein Bett kriechen kann und zum zweiten, so kann ich nun überflüssigen Krempel, der nur herum steht, unter das Bett schieben, die Klappen dicht machen und niemand sieht das Gerümpel. Sehr praktisch.

Gestern, am Mittwoch dem 2. Mai 2007, wurde mir dieses Bett, diese Lücke, zum Verhängnis. Ich befand mich in meinem Zimmer und suchte etwas. Und nach ein paar ergebnislosen Suchaktionen fiel mir ein, dass sich das Gesuchte unter dem Bett befand. Irgendwo unter dem Bett.
Also was tat ich?? Ich nahm mir eine Taschenlampe, klappte eine der Holzklappen am Bett nach oben und schob den Hocker ein Stück darunter, so dass die Klappe oben blieb und nicht wieder herunterfiel. Anschließend legte ich mich Bauchwärts auf den Fußboden und robbte Kopfüber unter mein Bett. Vorher habe ich natürlich ein paar Kartons, welche im Weg lagen, bei Seite geräumt.
Unter dem Bett war es ziemlich staubig und stickig, alles andere als angenehm.
Dann sah ich das, was ich suchte, direkt vor meinen Augen. Mich beflügelte die Freude, es gleich entdeckt zu haben, und robbte noch etwas weiter unter mein Bett. Das Gesuchte lag nun direkt vor mir, es war noch 2 cm von meinen Fingern entfernt. Doch so sehr ich mich auch streckte und anstrengte, ich kam noch nicht heran. Ich robbte noch ein Stück tiefer und dann passierte es ...
Ich blieb stecken !!!
Kopfüber! Unter meinem Bett! Mein gesamter Oberkörper befand sich in der Staubhölle, während mein Popo und meine Beine noch draußen hingen.
Durch den Staub begann ich zu niesen, durch das Niesen flog noch mehr Staub auf und ich begann zu husten, da ich kaum Luft bekam. Außerdem versetzte mich diese sehr unangenehme Lage in solch eine Panik, dass ich versuchte mich irgendwie zu drehen oder zu wenden.
Doch ich steckte tatsächlich fest. Ich kam weder vor noch zurück. Das Holz der Bettkante drückte sich mir ins Kreuz und das tat schon ziehmlich weh. Ich muss Ihnen sagen, ich war den Tränen nahe! Wer sollte mir helfen?? Mein Vater war beruflich unterwegs und mein lieber Herr Bruder saß in der Nebenwohnung an seinem PC. Es hätte mich niemand gehört, wenn ich gerufen hätte.
Nun hing ich da. Ich wusste nicht, ob ich lachen oder weinen sollte über diese scheinbar ausweglose, dumme Situation. Man liest ja oft etwas über Leute, die irgendwo feststecken. Ob im Klo oder im Gulliloch ... und ich hab immer darüber geschmunzelt und gedacht:
Wer kriecht denn auch Kopfüber in einen Gulli ?!

WER KRIECHT DENN AUCH KOPFÜBER UNTERS BETT ????

Es vergingen scheinbar Stunden, wie ich da hilflos hing, es waren aber sicherlich nur 3 Minuten oder so. Mir kam es aber wie eine Ewigkeit vor!
Doch dann, wie aus dem heiteren Himmel, kam meine Rettung!
Ich hatte vergessen, den Hasenkäfig zu zumachen, bevor ich die Bettklappen öffnete. Das mache ich normalerweise immer vorher, da Hasi es immer ausnutzt und versucht, unter das Bett zu kommen! Also, der Käfig stand offen und Lennard Lencow hüpfte heraus.
Seine Neugierde trieb ihn direkt zu mir. Wenn er reden könnte, hätte ich ihn im Nachhinein gerne gefragt, was er wohl dachte, als er da den Popo und die Beine von Hasenmama unter dem Bett vorschauen sah.
Ich hatte an Lennard gar nicht mehr gedacht, viel zu verzweifelt war ich. Doch das sollte sich gleich ändern, denn Lennard begann plötzlich, sicher aus langeweile, an meinen Beinen herum zu schlecken. Scheinbar schmeckte ihm meine Hose sehr gut. Zu meiner Schande muss ich an dieser Stelle gestehen, dass ich ziemlich kitzlig bin. Ich hing da vollkommen hilflos unter meinem Bett und Hasi beginnt mich zu kitzeln! Unfassbar! Ich schrie und fluchte und schimpfte und lachte und weinte ... alles gleichzeitig.
Doch weil ich mich so komisch verbog und zappelte, rutschte ich Stück für Stück aus dieser Klemme heraus und ehe ich mich versah, konnte ich mich rausschieben. Ich war frei!!!
Endlich konnte ich wieder frische Luft atmen, die Staubflocken aus meinem Gesicht entfernen, die Tränchen trocknen, die Frisur richten ...
Und dann habe ich Lennard die längste und schönste Knuddel-Krauel-Schmus-Massage der Welt verpasst. Und als Extra-Dankeschön bekam er einen Apfel. Extra abgewaschen und extra mit dem Handtuch polliert! Ich war dem kleinen Fellball so dankbar! Ohne es zu wissen, hat er mich gerettet. Wer weiß, wie lange ich sonst noch unter dem Bett geklemmt hätte. Das hätte schlecht ausgehen können, zumal ich auch etwas erkältet bin und eh schlecht Luft bekam.

Die Klappe habe ich wieder nach unten geklappt, damit die böse Lücke verschwindet. So schnell werde ich eine Aktion wie diese nicht noch einmal bringen. Dank gebührt nun also meinem Kaninchen Lennard Lencow, für seine ahnungslose, schnelle Hilfe!
Darum ist er mein Held des Tages!

Und unser aller Held! Denn wäre er nicht gewesen, würde ich nun immer noch unter dem Bett klemmen ...



Für Lennard Lencow ^^