Mittwoch, 28. Februar 2007

Die Matheaufgabe

Vater und Sohn sitzen am Tisch. Sohn hat sein Matheheft vor sich liegen. Vater liest Zeitung. Mutter macht im Hintergrund den Abwasch. Sohn steht auf.

Vater: Fertig?

Sohn: Ja, klar!

Sohn will gehen.

Vater: Halt! … Zeig mal!

Vater legt die Zeitung auf den Tisch. Sohn kommt zurück, hält Vater das Matheheft entgegen. Vater nimmt es, blättert stumm darin herum.

Vater: Aha! Hier ist eine Matheaufgabe, die scheint mir doch recht ungelöst!

Sohn: Die ist viel zu schwer!

Vater: Nun stell dich nicht so an!

Sohn: Mathe ist doof!

Vater: Mathe ist nicht doof! Außerdem ... 28 : 7 ! Das wird ja wohl noch zu schaffen sein! Komm setz dich, mit etwas Phantasie geht alles!

Sohn: Phantasie?! Mathe?! Wie passt denn das zusammen?!

Vater: Höre gut zu mein Sohn, hier kannst du etwas lernen! Also … 28 : 7 !

Sohn setzt sich, nimmt sein Matheheft und einen Stift und schreibt auf.

Vater: Stelle dir vor, du hast 28 Äpfel und du musst sie durch sieben Leute teilen!

Sohn: Wir sind doch aber nur 4! Der Peter, die Mama, du und ich!

Vater: Ja von mir aus, dann nehmen wir eben noch Jürgen, Gitta und Max dazu!

Sohn: Der Max ist doof, der darf keinen Apfel haben!

Vater: Ja dann nehmen wir eben die Ida!

Mutter: Hermann, du verwirrst unseren Sohn total! Er schafft das auch alleine!

Vater: Liebe Frau, würde er es alleine schaffen, tät er mich nicht um Hilfe fragen!

Mutter: Fragen?! Du hast sie ihm ja aufgezwungen mit deiner "Phantasie"!

Vater: Ja wenigstens kümmere ich mich um das geistige Wohl meines Sohnes!

Mutter: Was soll das denn bitte heissen?!

Es werden grimmige Blicke getauscht

Vater: Ok, nehmen wir ein anderes Beispiel! Stell dir vor ... die sieben Zwerge wohnen hier in einer 28-Zimmer-Wohnung!

Mutter: Aber Hermann, es gibt doch in der ganzen Stadt keine 28 – Zimmer-Wohnung!

Vater: Es gibt auch in der ganzen Stadt keine sieben Zwerge!

Mutter: So kommen wir nicht weiter! Da kommt der Junge ja nie zu einem Ergebnis!

Vater: Wir würden .... wenn du aufhören würdest, dich einzumischen!

Sohn: Oh bitte, hört bloß auf euch zu streiten! Das geht einem ja auf den Wecker!

Vater: Wecker! Das ist gut! Stell dir vor du hast 28 Wecker und musst 07:00 Uhr aufstehen!

Mutter: Aber Hermann!

Vater: Hermann! Hermann! Einer muss sich hier doch Gedanken machen! Wenn die Bildungspolitiker unseres Landes sich nicht um anständige Lehrkräfte bemühen können, müssen die Eltern eben einspringen und ihren Kindern die Weisheiten des Lebens lehren!

Sohn: Kann ich jetzt gehen?!

Vater: Nein! Lass uns ein letztes Beispiel suchen …

Mutter: Welches Beispiel könnte denn diesen Unfug noch Toppen?!

Vater: OK! Jetzt reicht es mir! Ich fahre in die Konditorei!

Mutter: Aber es ist doch noch gar keine Zeit zum Kaffee trinken!

Vater: gereizt Ich möchte auch keinen Kaffee trinken, ich kaufe 28 Torten! Dann lade ich die Gitta ein, den Jürgen UND den Max und dann wird gerechnet!

Sohn: 28 Torten! Wer soll denn die essen?!

Mutter: Das ist doch viel zu teuer!

Vater: Für die Bildung meines Sohnes ist mir nichts zu teuer!

Mutter: Also das ist ja wirklich die dümmste Idee, die du je hattest!

Sohn steht auf und wendet sich zum gehen.

Sohn: So ein Stress, wegen so einer blöden Matheaufgabe! 28 Torten für sieben Leute … das ist doch echt verrückt! Da müsste ja jeder von uns vier Torten essen!

Sohn verlässt die Szene. Mutter und Vater bleiben zurück.

(Von mir umgeschriebene Version. Original-Stück ist von Otto Waalkes)

~~> Die Matheaufgabe




Mittwoch, 14. Februar 2007

Valentinstag


LiSi


wünscht

allen

Lesern

dieses

Blogs

einen

schönen

Valentinstag!



ICH LIEBE DICH MEIN SCHATZ


Die verflixte Räuberjagt Teil 2 gibts nächsten Mittwoch!



Mittwoch, 7. Februar 2007

Vorhang auf für ...


KASCHBERLS UND FREUNDE

HEUTE


Die verflixte Räuberjagd (Teil 1)


Szene 1:


Wir sehen die Kaschberl-Theaterbühne. Die knallroten Vorhänge sind noch zugezogen.
Es spielt leise Musik. Plötzlich ertönt ein lauter Knall, aufgeregte Rufe sind zu hören.
Links an der Kaschberl-Bühne erscheint Kurt Mauser, der Räuber.
Er trägt einen prall gefüllten Sack in der Hand. Er rennt vor dem noch geschlossenen Vorhang herum. Als er das Publikum entdeckt, bleibt er erschrocken stehen.


Kurt Mauser: (keucht) Oh, Shit! Zeugen!


Er rennt panisch hin und her, während hinter ihm langsam der Vorhang aufgeht.
Während er so total bekloppt umher rennt, betritt der Polizist, Börnhard Bulle, die Bühne.


Börnhard Bulle
: Hey du da!


Der Räuber bleibt ruckartig stehen.


Kurt Mauser
: Wer, ich?


Börnhard Bulle
: Ja, du! Hast du einen Räuber gesehen? Er trägt einen Hut … so wie du einen hast. Und er hat einen Sack dabei, so wie du! Und da drin ist gestohlenes Geld! Also, hast du so einen Räuber gesehen??


Kurt Mauser
: (stottert) Ähh … einen Räuber … mit Hut … ähh mit Geldsack … ähh … ich … ähh … nein?! Nie gesehen …


Börnhard Bulle
: Verdammt! Ich jage dieses Arschloch nun schon seit Tagen!


Der Räuber schluckt.


Kurt Mauser
: Arschloch …? !


Börnhard Bulle
: Ja! Der überfällt wehrlose Menschen und haut mir deren letzten Hab und Gut ab! Er stürzt sie in den Ruin …


Der Räuber beginnt zu schniefen.


Börnhard Bulle
: … er zerstört ihre Lebensqualität, er versetzt die ganze Stadt in Angst und Schrecken, Eltern lassen ihre Kinder nicht mehr draußen spielen …


Der Räuber beginnt laut zu weinen.


Kurt Mauser
: Ohhhh aufhören! Ohhhh, es ist so schrecklich, ohhhh!


Börnhard Bulle
: Ja, das ist in der Tat schrecklich!


Der Räuber drückt dem Polizisten schnell den gestohlenen Sack in die Arme.


Kurt Mauser
: heult Es tut mir ja sooo Leid!


Der Polizist schaut in den Sack und erschrickt.


Börnhard Bulle
: Geld? Eine Spende für die Opfer?? Das ist ja so Rührend! schnieft


Der Räuber ist verdutzt, erkennt aber in der nächsten Sekunde seine Chance.


Kurt Mauser
: schaut sich um Oh, wie spät es schon ist, ich muss weg!


Der Räuber verlässt fluchtartig die Bühne. Der Polizist schaut ihm hinterher.


Börnhard Bulle
: Hach ja, netter Mann! Obwohl er ziemlich Ähnlichkeit hatte mit …


Der Polizist erschrickt.


Börnhard Bulle
: Oh nein! DAS war er! … DAS war Udo Lindenberg! Oh ich Trottel!


Der Polizist verlässt murmelnd und kopfschüttelnd die Bühne, die Vorhänge schließen sich wieder. Musik erklingt.



Szene 2


Der Vorhang geht langsam wieder auf. Man sieht Dörk und Ötzi Kaschberl gelangweilt herum sitzen. Sie starren Löcher in die Luft.


Ötzi Kaschberl:
gähnt Es ist langweilig …


Dörk Kaschberl
: Ich weiss, Ötzi!


Kurze Pause. Die zwei starren weiter in die Gegend. Ötzi seufzt.


Ötzi Kaschberl
: Es ist langweilig …


Dörk Kaschberl: genervt
Ich weiss, Ötzi!


Ötzi Kaschberl
: Was können wir tun, Dörk?


Dörk Kaschberl springt gereizt auf.


Dörk Kaschberl
: Ich weiss es nicht, Ötzi!


Da kommt im Hintergrund Päris DeGrädl auf die Bühne geschlenkert. Dörk sieht sie und erschrickt.


Dörk Kaschberl
: aufgeregt Oh man, Bruder, da kommt Päris, die süße Schnecke! Wie seh ich aus??


Ötzi Kaschberl steht ebenfalls auf und geht um Dörk herum.


Ötzi Kaschberl
: Mhm, so wie immer!


Dörk Kaschberl
: Also, sehr gut?


Ötzi Kaschberl
: Nein, wie eine Handpuppe!


Dörk Kaschberl gibt Ötzi einen Klapps an den Hinterkopf.
Schon ist Päris DeGrädl bei den beiden angelangt. Sie schwingt ein rosa Handtäschlein.


Päris DeGrädl
: Huhu Dörki!


Dörk Kaschberl
: Hey, na Puppe? Was verschafft mir die Ehre?


Päris DeGrädl kichert verlegen.


Päris DeGrädl
: Mhm, naja, eigentlich bin ich ja auf der Suche …


Dörk Kaschberl
: Und du bist fündig geworden, Baby! will Päris küssen


Päris schiebt Dörk weg.


Päris DeGrädl
: Nein, auf der Suche nach dem Räuber!


Dörk Kaschberl erschrickt.


Dörk Kaschberl
: Der … der Räuber?! Was willst du denn von dem?!


Päris DeGrädl
: Na, er hat das Geld gestohlen!


Dörk Kaschberl
: entsetzt Der Räuber hat Geld gestohlen?? Und du suchst ihn ??
Er grabscht nach Päris´ Hand
Und du hast dir noch keinen Nagel abgebrochen??


Päris DeGrädl
: Nein, zum Glück noch nicht! beschaut sich ihre Hände


Ötzi Kaschberl, der bis jetzt dumm daneben stand, mischt sich nun ein.


Ötzi Kaschberl
: Weißt du Päris, wir helfen dir ihn zu suchen!


Dörk Kaschberl versetzt Ötzi einen unsanften Stoss und er fliegt von der Bühne.


Dörk Kaschberl
: Päris, weißt du was? Ich helfe dir suchen!


Päris DeGrädl
: entzückt, schmiegt sich an Dörk Oh wirklich, das würdest du tun?


Dörk Kaschberl
: Aber natürlich, Süsse! Und als Lohn dafür, gibst du mir einen Ku …


Da kommt der Polizist Börnhard Bulle auf die Bühne gestürmt.


Börnhard Bulle
: Päris, Dörk! Habt ihr den Räuber gesehen??


Dörk Kaschberl lässt genervt von Päris DeGrädl ab.


Päris DeGrädl
: Wir sind schon fleissig auf der Suche, Herr Kommisar!


Börnhard Bulle
: Ach, Kinders! Räuberjagd ist nichts für euch! Lasst mich das machen! Ich bin trainiert dafür, der Mann für die Gefahr, der Mann für die Action, der Mann für die …


Da kommt ächzend Ötzi Kaschberl wieder auf die Bühne gekrochen.


Börnhard Bulle
: springt schreiend zurück Ahh, hilfe! Ein Monster! Maamaaa!


Päris DeGrädl
: Aber Herr Kommisar, das ist doch nur der Ötzi!


Börnhard Bulle
: Ach … ja…. Das wusste ich natürlich … ich habe nur … für den Ernstfall geübt! … Also gut Kinders .. wenn ihr mir unbedingt helfen wollt, den Räuber zu fangen, dann nichts wie los!


Päris DeGrädl
: Auja! Aber ich muss erst noch mal nach Hause, ich habe nämlich mein Maniküre-Set vergessen und mein Puder! Für den Fall das wir den Räuber finden und ins Fernsehen kommen, muss ich dich toll aussehen …


Päris DeGrädl geht ab.


Dörk Kaschberl
: Und ich suche mein 1 – 2 – 3 – Ganovenset, da ist alles drin, was man zum Räuberfangen braucht! Damit kann ich sicher Päris beeindrucken! murmelt Und ich brauche mein Haargel …


Dörk Kaschberl geht ab.


Börnhard Bulle
: Und ich hole noch mein „Polizist des Tages“ – Abzeichen vom letzten Jahr, falls wir ja ins Fernsehn kommen!

Börnhard Bulle geht ab. Ötzi Kaschberl steht noch einen Moment unschlüssig herum, dann geht auch er. Die Vorhänge schließen sich wieder, Musik erklingt…

Werden Kaschberl und seine Freunde den bösen Räuber finden?
Das erfahrt ihr vielleicht im zweiten Teil!

Wenn es wieder heisst:

Vorhang auf für

KASCHBERLS UND FREUNDE!

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